Blog

Was fressen Lamas? Ernährung der Andentiere

4. März 2026

Share Post:

Lamas sehen mit ihrem flauschigen Fell und den großen Augen einfach niedlich aus. Kein Wunder, dass viele Menschen neugierig sind, was diese sanften Tiere eigentlich fressen. Ob du selbst Lamas hältst, eine Lamawanderung planst oder einfach nur neugierig bist – hier erfährst du alles über die Ernährung dieser faszinierenden Andentiere. Von ihrer Hauptnahrung bis zu den absoluten No-Gos beim Füttern.

Grundnahrung: Heu und Gras

Lamas sind Pflanzenfresser und ernähren sich hauptsächlich von Heu und Gras. In ihrer ursprünglichen Heimat, den südamerikanischen Anden, grasen sie auf kargen Weiden und fressen dort vor allem Gräser, Kräuter und Moose. Ihr Verdauungssystem ist perfekt an diese nährstoffarme Kost angepasst.

In Deutschland bekommen Lamas in der Regel hochwertiges Heu als Grundnahrung. Im Sommer können sie auf der Weide frisches Gras fressen, im Winter wird das durch Heu ersetzt. Wichtig ist, dass das Heu von guter Qualität ist – trocken, staubfrei und nicht schimmelig. Lamas fressen den ganzen Tag über kleine Mengen, sie sind sogenannte Dauerfresser. Das bedeutet, dass sie immer wieder zwischendurch fressen, anstatt große Mahlzeiten auf einmal zu sich zu nehmen.

Eine ausgewachsene Lama frisst täglich etwa 1,5 bis 2 Prozent seines Körpergewichts an Heu oder Gras. Bei einem Lama mit 120 Kilogramm sind das etwa 1,8 bis 2,4 Kilogramm Heu pro Tag. Das klingt nach viel, ist aber im Vergleich zu anderen Weidetieren wie Pferden relativ wenig. Lamas sind genügsam und kommen mit weniger Futter aus als viele andere Tiere.

Besonderheiten des Verdauungssystems

Lamas gehören zur Familie der Kamele und haben wie diese ein besonderes Verdauungssystem. Sie sind Wiederkäuer und besitzen drei Mägen. Das ermöglicht es ihnen, auch nährstoffarmes Futter effizient zu verdauen. Die Nahrung wird zunächst grob zerkaut, in den ersten Magen transportiert und später wieder hochgewürgt, um nochmal gründlich gekaut zu werden – das ist das sogenannte Wiederkäuen.

Dieses System ist perfekt an die kargen Lebensbedingungen in den Anden angepasst, wo Nahrung oft knapp ist. Lamas können aus Gräsern und Heu das Maximum an Nährstoffen herausholen. Gleichzeitig bedeutet das aber auch, dass sie sehr empfindlich auf falsches Futter reagieren. Zu energiereiches Futter wie Getreide oder zuckerhaltige Lebensmittel können zu Verdauungsproblemen führen.

Was darf nicht gefüttert werden?

So genügsam Lamas auch sind – es gibt einige Dinge, die sie auf keinen Fall fressen sollten. Hier ist Vorsicht geboten, denn falsches Futter kann ernsthafte gesundheitliche Probleme verursachen.

Absolut tabu:

  • Brot und Backwaren: Zu viel Stärke und Zucker, kann zu Koliken führen.
  • Obst in großen Mengen: Äpfel, Birnen oder Bananen enthalten viel Zucker und sollten nur in kleinen Mengen als gelegentliches Leckerli gegeben werden.
  • Getreide: Mais, Weizen oder Hafer sind zu energiereich und können das Verdauungssystem überlasten.
  • Giftige Pflanzen: Eiben, Buchsbaum, Rhododendron und viele andere Zierpflanzen sind hochgiftig für Lamas.
  • Rasenschnitt: Frisch gemähtes Gras kann im Magen gären und zu lebensgefährlichen Koliken führen.

Wenn du Lamas bei einer Wanderung oder einem Besuch füttern möchtest, frag immer vorher, was erlaubt ist. Die meisten Anbieter bieten geeignete Leckerlis an oder erklären dir, was du mitbringen darfst.

Leckerlis: Was lieben Lamas?

Auch wenn Lamas hauptsächlich Heu und Gras fressen, freuen sie sich über gelegentliche Leckerlis. Wichtig ist, dass diese in Maßen gegeben werden und nicht zu süß oder fettig sind.

Geeignete Leckerlis:

  • Möhren: Absolute Favoriten! Lamas lieben Karotten, und sie sind gesund.
  • Äpfel (in kleinen Mengen): Ein Viertel Apfel ab und zu ist in Ordnung.
  • Spezielle Lama-Pellets: Diese gibt es im Fachhandel und sind optimal auf die Ernährung abgestimmt.
  • Getrocknete Kräuter: Löwenzahn, Brennnessel oder Kamille sind gesund und lecker.

Wenn du unsere Lamas bei einer Wanderung oder einem Weidenbesuch kennenlernst, bekommst du oft die Möglichkeit, sie mit geeigneten Leckerlis zu füttern. Das ist ein schönes Erlebnis und eine tolle Möglichkeit, Vertrauen aufzubauen.

Wasserbedarf

Neben Futter brauchen Lamas natürlich auch Wasser. Sie trinken täglich etwa 2 bis 5 Liter, je nach Temperatur und Aktivität. Im Sommer, wenn es heiß ist, trinken sie mehr, im Winter weniger. Wichtig ist, dass immer frisches, sauberes Wasser zur Verfügung steht.

Lamas sind beim Trinken etwas wählerisch. Sie mögen kein verschmutztes oder abgestandenes Wasser. Deshalb sollte die Tränke regelmäßig gereinigt und das Wasser täglich gewechselt werden. Im Winter muss darauf geachtet werden, dass das Wasser nicht einfriert.

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Können Lamas Gras fressen wie Schafe? Ja, Lamas fressen Gras, aber sie sind wählerischer als Schafe. Sie bevorzugen bestimmte Gräser und Kräuter und lassen andere stehen. Deshalb muss die Weide gelegentlich nachgemäht werden.

Darf ich Lamas bei einer Wanderung füttern? Das hängt vom Anbieter ab. Viele erlauben es, manche nicht. Frag vorher nach und halte dich an die Regeln. Eigenmächtig solltest du niemals etwas füttern.

Wie oft fressen Lamas am Tag? Lamas sind Dauerfresser und fressen den ganzen Tag über kleine Mengen. Sie haben keine festen Fütterungszeiten wie Hunde oder Katzen.

Was passiert, wenn ein Lama zu viel Obst frisst? Zu viel Obst kann zu Verdauungsproblemen, Durchfall oder Koliken führen. Obst sollte nur als gelegentliches Leckerli in sehr kleinen Mengen gegeben werden.

Fressen Lamas auch im Winter draußen? Ja, Lamas sind winterhart und können auch bei Schnee draußen sein. Sie bekommen dann Heu als Hauptfutter, da kein frisches Gras wächst.

Können Lamas Brot fressen? Nein, Brot ist für Lamas ungeeignet. Es enthält zu viel Stärke und kann zu schweren Verdauungsproblemen führen.

Fazit: Genügsam, aber anspruchsvoll

Lamas sind genügsame Tiere, die mit einfacher Kost auskommen. Ihre Hauptnahrung sind Heu und Gras, ergänzt durch gelegentliche Leckerlis wie Möhren. Wichtig ist, dass sie kein falsches Futter bekommen – denn ihr empfindliches Verdauungssystem reagiert schnell auf Fehler. Wenn du Lamas hautnah erleben und vielleicht sogar füttern möchtest, komm uns besuchen. Bei unseren Angeboten lernst du die Tiere kennen und erfährst noch mehr über ihre Bedürfnisse. 🦙🌾

Articles

more from us