„Spucken Lamas eigentlich?“ – Diese Frage bekommen wir bei GlücksLama in Brey bei Koblenz fast jedes Mal gestellt, wenn neue Gäste uns besuchen. Das Lama spucken ist wohl das bekannteste Verhalten dieser sanften Tiere, aber es ist auch eines, das viele falsch einschätzen.
Die Vorstellung, dass Lamas ständig und grundlos spucken, hält sich hartnäckig. Wir vom GlücksLama-Team möchten dir zeigen, was wirklich dahintersteckt. Denn durch unsere tägliche Arbeit mit zwei Herden wissen wir genau, wie und warum Lamas spucken – und warum das bei unseren Lama-Erlebnissen fast nie passiert. Spucken ist nämlich ein spannender Teil ihrer Kommunikation – kein Zeichen von Bosheit. Wir möchten dir die Angst nehmen und dir zeigen, wie ein respektvolles Miteinander mit diesen besonderen Tieren funktioniert.
Was bedeutet „Lama spucken“ wirklich? Kein böswilliger Akt, sondern Kommunikation
Wenn du an spuckende Lamas denkst, hast du vielleicht sofort das Bild eines frechen Tieres im Kopf. Die Wahrheit ist viel einfacher: Was wir als „Spucke“ bezeichnen, ist eigentlich vorverdaute Nahrung aus dem Magen – nicht schön, aber völlig ungefährlich. Und: Es steckt eine klare Kommunikation dahinter.
Man kann es sich wie eine deutliche Sprache vorstellen, die alle Mitglieder der Herde verstehen. Ein Lama spuckt nicht grundlos. Es gibt klare Stufen:
- Drohung: Das Tier zeigt durch Körpersprache, dass es unzufrieden ist.
- Warnung: Ein lautes Geräusch oder ein Spuckversuch ohne Treffer.
- Spucken: Nur wenn die anderen Signale ignoriert werden.
Auf unserer Weide kommt es selten zur dritten Stufe, weil wir früh genug erkennen, was ein Tier ausdrücken möchte – und entsprechend handeln.
Die wahren Gründe – Warum Lamas spucken
Um zu verstehen, warum Lamas spucken, musst du wissen, was in ihnen vorgeht. Es gibt zwei Hauptgründe:
Soziale Ordnung in der Herde – Das natürliche Zusammenleben
In jeder Lamaherde gibt es eine Rangordnung. Diese wird durch Imponierverhalten – und manchmal eben durch gezieltes Spucken – geklärt. Zum Beispiel, wenn ein ranghöheres Tier einen Futterplatz für sich beansprucht. Das sieht für uns ungewohnt aus, ist aber ein Weg, größere Konflikte zu vermeiden.
Verteidigung und Stress – Wenn sich ein Lama unwohl fühlt
Ein weiteres Motiv ist Selbstschutz. Eine Lama-Stute mit Fohlen wird deutlich schneller spucken, wenn sie sich bedroht fühlt. Auch Hektik, Lärm oder das Gefühl, in die Enge getrieben zu werden, können Auslöser sein. Deshalb gilt bei uns immer: Ruhe und Respekt. So fühlen sich unsere Tiere sicher – und das Thema Spucken bleibt fast immer theoretisch.
Unsere Erfahrung bei GlücksLama – Friedliches Miteinander statt Spuckattacken
Wir arbeiten seit Jahren täglich mit zwei Herden – einer Hengstherde und einer Stutenherde mit Fohlen. Unsere wichtigste Erkenntnis: Ein Lama, das spuckt, ist meistens gestresst. Der Schlüssel zu einem harmonischen Umgang liegt in artgerechter Haltung und Respekt.
Bei uns ist eine Spuckattacke auf Menschen extrem selten – vielleicht ein- oder zweimal im Jahr, und das immer mit verständlichem Hintergrund.
Warum unsere Tiere so gelassen sind
Unsere Lamas sind entspannt, weil ihre Grundbedürfnisse erfüllt sind:
- Viel Platz: Auf unseren Weiden in Brey gibt es genug Raum für Bewegung und Rückzug.
- Stabile Strukturen: Wir lassen die Herden so, wie sie sind – kein ständiges Umstellen oder neue Tiere.
- Vertrauen durch Routine: Unsere Tiere kennen uns, unseren Tagesablauf – und vertrauen uns. Diese Beziehung ist die Grundlage für jedes Angebot, ob Lamaspaziergang oder Yoga mit Lamas.
Wie wir Spucksituationen von Anfang an vermeiden
Vorbeugung ist unser stärkstes Werkzeug:
- Individuelle Betreuung: Kleine Gruppen machen es möglich, auf jedes Tier und jeden Gast einzugehen.
- Gute Vorbereitung: Vor jedem Besuch erklären wir dir genau, wie du dich verhalten solltest – damit du dich sicher fühlst und die Tiere auch.
- Aufmerksames Team: Wir erkennen frühzeitig, wenn ein Tier unruhig wird – und handeln direkt, um Ruhe zu schaffen.
5 Dinge, die du über das Spuckverhalten wissen solltest – direkt aus unserer Praxis
- Es geht nicht um Aggression, sondern um Kommunikation. Lamas spucken nicht aus Bosheit, sondern um sich zu schützen oder ihre Position zu klären.
- Menschen sind fast nie das Ziel. In über 95 % der Fälle spucken Lamas nur untereinander.
- Lamas warnen vorher. Körpersprache und Geräusche kommen immer vor dem Spucken. Wer diese Zeichen kennt, ist sicher.
- Vertrauen wirkt vorbeugend. Tiere, die sich sicher fühlen, spucken kaum.
- Bei uns ist Spucken eine Seltenheit. Weil wir unsere Tiere kennen und ihnen geben, was sie brauchen.
So erkennst du die Warnsignale eines Lamas
Wenn du weißt, worauf du achten musst, kannst du vieles vermeiden:
- Körperhaltung: Die Ohren liegen zurück, der Hals ist gestreckt, der Körper wirkt angespannt.
- Geräusche: Ein tiefes Summen oder „Knören“ bedeutet: Vorsicht!
- Das Spuckgesicht: Lippen zurück, Hals vor – die direkte Vorwarnung.
Wenn du so ein Verhalten siehst, gilt: Gib dem Tier mehr Raum und verhalte dich ruhig. Und keine Sorge – unser Team ist immer zur Stelle.
Warum manche Lamas besonders häufig Menschen anspucken – das Berserk-Syndrom
Bei manchen Lamas und Alpakas steckt hinter häufigem Anspucken das sogenannte Berserk-Syndrom.Diese Verhaltensstörung entsteht meist, wenn Jungtiere zu früh und zu intensiv an Menschen gewöhnt und wie Haustiere behandelt werden.
Ohne ausreichenden Kontakt zu Artgenossen fehlt ihnen die natürliche soziale Prägung. Später sehen sie Menschen dann nicht als „Menschen“, sondern als Artgenossen – was zu fehlgeleitetem Dominanzverhalten führen kann. Spucken ist in solchen Fällen kein „böses“ Benehmen, sondern ein Zeichen von Stress, Unsicherheit und Fehlprägung.
Unser Tipp für dein unvergessliches Lama-Erlebnis: Respekt & Gelassenheit
Du fragst dich vielleicht: „Wie verhalte ich mich am besten?“ Die Antwort ist ganz einfach: Mit Ruhe und Respekt.
Unsere drei goldenen Regeln für dein Lama-Erlebnis:
- Bewege dich langsam. Keine Hektik – das tut dir und den Tieren gut.
- Sprich leise. Sanfte Stimmen beruhigen.
- Halte Abstand. Nie von hinten nähern – gib den Tieren Raum.
Wenn du das beherzigst, wirst du erleben, wie schnell die Lamas Vertrauen fassen. Das ist oft der magischste Moment eines Besuchs.
Mythos vs. Wahrheit – Die größten Irrtümer über Lamas
| Mythos | Die Wahrheit bei GlücksLama |
| „Lamas spucken aus Boshaftigkeit.“ | Spucken ist Instinkt – kein böser Wille. |
| „Sie spucken auf jeden Menschen.“ | Mit respektvollem Verhalten passiert das so gut wie nie. |
| „Spuckende Lamas sind aggressiv.“ | Sie fühlen sich eher bedroht oder klären gerade die Rangordnung. |
| „Man kann ihnen das nicht abgewöhnen.“ | Den Instinkt kann man nicht ändern – aber die Umgebung so gestalten, dass das Spucken kaum nötig ist. |
Fazit – Keine Angst, sondern Vorfreude!
Spucken ist nur ein kleiner Teil dessen, was ein Lama ausmacht – und bei uns kaum Thema. Wir schaffen eine Umgebung, in der sich die Tiere sicher fühlen – und du auch.
Statt dich zu sorgen, kannst du dich auf das wirklich Wichtige freuen: die Ruhe, das Summen und das Gefühl, mit einem Lama Seite an Seite durch die Natur zu gehen.
FAQ – Häufig gestellte Fragen zum Thema „Lama spucken“
1. Ist das Spucken gefährlich?
Nein, nur unangenehm. Es handelt sich um halbverdaute Nahrung – unappetitlich, aber ungefährlich. Mit Wasser und Seife ist alles schnell gereinigt.
2. Passiert das bei jedem Angebot?
Nein. Bei ruhigen Formaten wie Yoga mit Lamas ist das Risiko noch geringer als beim Lamaspaziergang.
3. Was macht ihr, wenn ein Lama spuckt?
Wir bleiben ruhig, schaffen Abstand und analysieren die Situation – ganz ohne Drama.
4. Müssen Kinder Angst haben?
Ganz im Gegenteil. Kinder lernen bei uns spielerisch und liebevoll den Umgang mit den Tieren – ohne Angst.
5. Was kann ich tun, um nicht angespuckt zu werden?
Verhalte dich ruhig, vermeide laute Geräusche und nähere dich nicht von hinten. Wir zeigen dir alles Wichtige vorher.
6. Wo finde ich mehr Infos und kann buchen?
Auf unserer Website! Dort findest du alles über unsere Angebote und kannst direkt buchen:



