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Lama-Fakten: 10 Dinge, die du noch nicht wusstest

10. April 2026

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Mehrere Lamas grasen friedlich auf einer grünen Wiese.

Lamas sind faszinierende Tiere – aber wie viel weißt du wirklich über sie? Dass sie spucken können, ist bekannt. Aber wusstest du, dass sie drei Mägen haben, mit Körpersprache kommunizieren und von den Inkas gezüchtet wurden? Hier sind 10 überraschende Fakten über Lamas, die dich garantiert staunen lassen.

1. Lamas gibt es seit 40 Millionen Jahren

Lamas gehören zu den ältesten Säugetieren Amerikas. Ihre Vorfahren lebten bereits vor 40 Millionen Jahren in Nordamerika und wanderten später nach Südamerika. Heute gibt es Lamas weltweit – aber ihre Wurzeln liegen in den Anden. Dort wurden sie vor etwa 6.000 bis 7.000 Jahren von den indigenen Völkern domestiziert. Die wilden Verwandten der Lamas, die Guanakos, leben noch heute in Südamerika.

2. Sie sind Verwandte der Kamele

Lamas gehören zur Familie der Kamele (Camelidae), auch wenn sie keine Höcker haben. Sie teilen sich diese Familie mit Alpakas, Guanakos und Vikunjas – den sogenannten Neuweltkameliden. Ihr nächster großer Verwandter ist das Dromedar aus Afrika und Asien. Die Ähnlichkeit zeigt sich in der Anatomie: Beide haben lange Hälse, große Augen und eine ähnliche Gangart.

3. Sie haben drei Mägen

Lamas sind Wiederkäuer und besitzen drei Mägen – nicht vier wie Kühe. Diese Mägen ermöglichen es ihnen, auch nährstoffarmes Futter effizient zu verdauen. Das war überlebenswichtig in den kargen Hochgebirgsregionen der Anden, wo Nahrung oft knapp war. Die Nahrung wird zunächst grob zerkaut, in den ersten Magen transportiert und später wieder hochgewürgt, um nochmal gründlich gekaut zu werden – das typische Wiederkäuen.

4. Sie kommunizieren mit Körpersprache

Lamas sind Meister der non-verbalen Kommunikation. Sie nutzen ihre Ohren, ihren Schwanz und ihre Körperhaltung, um sich auszudrücken. Entspannte Ohren bedeuten Ruhe, angelegte Ohren signalisieren Unbehagen oder Aggression. Auch ihre Augen verraten viel: Ein direkter, starrer Blick kann eine Warnung sein. Lamas summen auch – ein sanftes Geräusch, das sie zur Beruhigung oder Kommunikation nutzen. Spucken ist hingegen die letzte Eskalationsstufe – und kommt hauptsächlich untereinander vor.

5. Sie können bis zu 120 kg wiegen

Ein ausgewachsenes Lama wiegt zwischen 120 und 200 Kilogramm und erreicht eine Schulterhöhe von etwa 110 bis 130 Zentimetern. Damit sind sie deutlich größer und schwerer als ihre Verwandten, die Alpakas. Trotz ihrer Größe sind Lamas erstaunlich trittsicher und bewegen sich geschickt auch in unwegsamem Gelände. In den Anden trugen sie früher Lasten von bis zu 30 Kilogramm über lange Strecken – daher der Mythos, sie seien Lastentiere. Heute werden sie dafür kaum noch genutzt.

6. Sie sind Herdentiere

Lamas leben in Gruppen und sollten niemals alleine gehalten werden. In der Herde gibt es eine klare Rangordnung mit einem Alpha-Tier, das die Gruppe führt. Diese soziale Struktur ist wichtig für ihr Wohlbefinden. Einzelhaltung führt zu Stress und Verhaltensauffälligkeiten. In der Natur bilden Lamas oft gemischte Gruppen aus Stuten, Jungtieren und einem Hengst. Die Tiere pflegen enge soziale Bindungen und kommunizieren ständig miteinander.

7. Sie werden bis zu 20 Jahre alt

In menschlicher Obhut werden Lamas durchschnittlich 15 bis 25 Jahre alt, manche sogar bis zu 30 Jahre. Das ist eine beachtliche Lebensspanne. In freier Wildbahn ist die Lebenserwartung kürzer, da die Tiere mit harschen Bedingungen, Nahrungsknappheit und natürlichen Feinden zu kämpfen haben. Bei guter Pflege, artgerechter Haltung und regelmäßiger Gesundheitsvorsorge können Lamas also ein langes, gesundes Leben führen. Wenn du mehr über ihre Lebenserwartung erfahren möchtest, lies unseren Artikel über das Alter von Lamas.

8. Sie haben eine besondere Zehenstellung

Lamas sind Paarhufer und haben an jedem Fuß zwei Zehen mit weichen Sohlen. Anders als Pferde, die Hufe haben, sind Lamazehen flexibel und schonend für den Boden. Das macht sie ideal für empfindliche Böden wie Wiesen oder Wanderwege. Ihre Füße hinterlassen kaum Spuren und beschädigen die Vegetation nicht. Diese Anpassung half ihnen, in den Anden über steiniges und unebenes Gelände zu laufen, ohne abzurutschen.

9. Sie wurden von den Inkas gezüchtet

Die Inkas schätzten Lamas als wertvolle Nutztiere. Sie nutzten ihre Wolle für Kleidung, ihr Fleisch als Nahrung und setzten sie als Lasttiere ein. Lamas waren so wichtig, dass sie in religiösen Zeremonien eine Rolle spielten. Die Inkas züchteten gezielt Lamas mit bestimmten Eigenschaften – größer, kräftiger, ruhiger. Ohne Lamas wäre das riesige Inkareich kaum verwaltbar gewesen, denn sie transportierten Waren über die langen Handelswege durch die Anden.

10. Sie sind neugierig, aber vorsichtig

Lamas sind von Natur aus neugierig, aber auch vorsichtig. Neue Dinge oder Menschen werden erst aus der Distanz beobachtet, bevor sie sich nähern. Diese Mischung aus Neugier und Vorsicht macht sie zu sicheren Begleitern – sie überstürzen nichts und reagieren besonnen. Wenn ein Lama Vertrauen gefasst hat, kommt es gerne näher, beschnuppert dich und lässt sich vielleicht sogar streicheln. Bei unseren Lamawanderungen kannst du dieses Verhalten hautnah erleben.

Häufig gestellte Fragen

Können Lamas schwimmen?
Ja, Lamas können schwimmen, tun es aber nicht besonders gern. Sie bevorzugen trockene Böden.

Wie schnell können Lamas laufen?
Lamas erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 50 km/h – allerdings nur auf kurzen Strecken. Normalerweise laufen sie gemütlich.

Sind Lamas gefährlich?
Nein, Lamas sind friedliche Tiere. Sie greifen nicht an, sondern zeigen durch Körpersprache, wenn ihnen etwas nicht passt.

Was ist der Unterschied zwischen Lama und Alpaka?
Lamas sind größer, haben bananenförmige Ohren und einen eigenständigeren Charakter. Alpakas sind kleiner, haben spitze Ohren und sind sanfter.

Fazit: Lamas sind faszinierende Tiere

Lamas sind mehr als nur flauschige Fotomotive – sie sind intelligente, soziale Tiere mit einer beeindruckenden Geschichte. Wenn du Lamas live erleben möchtest, besuche uns bei Glückslama! Bei unseren Lamawanderungen oder einem Weidenbesuch lernst du diese besonderen Tiere hautnah kennen.

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